Die Möglichkeiten der Nachtjagd haben sich mit der Freigabe der Nachtsicht- und Wärmebildtechnik deutlich erweitert. Doch was macht diese beiden Techniken eigentlich aus?
Bei einem Restlichtverstärker (im Volksmund Nachtsichtgerät) wird das vorhandene Licht um das (je nach Technik) bis zu 50000-fache verstärkt. Der verwendete Röhrentyp gibt hierbei vor, ob das Bild in einem Grünton oder schwarz-weiß-Bild dargestellt wird. Das Nachtsichtgerät gibt die Umgebung in realistischer Auflösung wieder. Hindernisse wie z.B. Äste oder hoch gewachsenes Gras sind klar zu erkennen.
Sollte im tiefen Wald und bei bedecktem Himmel das verbliebene Licht nicht ausreichen, um ein klares Bild zu erzeugen, so kann man mit einem Infrarotlaser aushelfen, um künstliches Licht zu erzeugen, was vom Wild nicht wahrgenommen wird.
Die Wärmebildtechnik arbeitet ausschließlich mit den von der Umgebung abgegebenen Wärmesignaturen. Diese werden durch eine Germaniumlinse auf einen Prozessor geleitet, welcher diese in ein Bild umrechnet und über einen Bildschirm sichtbar macht. Durch den Unterschied zwischen Umgebungs- und Körpertemperatur ist ein schnelles Detektieren des Wildes möglich. Wie detailgetreu und realistisch das Bild ausgegeben wird, bestimmt das Zusammenspiel aus Detektorart, Detektorauflösung und Bildschirm.
Beide Techniken können sowohl als Beobachtungs- als auch Vorsatzgeräte auf der Waffe verwendet werden. Bei der Verwendung ist das Waffengesetz, sowie das jeweilige Landesjagdgesetz zu beachten.